Tal to Tal

Der 3. Versuch dorthin zu kommen. Im letzten Jahr musste es sogar abgesagt werden, wegen Erdrutschen, auf beiden Seiten. Im Jahr davor hat es auch geregnet und in diesem wurde der Wetterbericht auch immer schlechter je näher der Tag kam. Egal, bei Sturm Rad zu fahren ist nicht unbedingt sehr schön, wenigstens nicht wenn er von vorn kommt, aber er hat den Vorteil die Wolken schnell zu vertreiben, deswegen traute ich mich, ich wollte hin.

Das Auto stellten wir in Rüdesheim ab. Da musste ich doch mal lachen, der ganze Parkplatz voll mit Fahrradträgern, ich würde behaupten, an jedem Auto war ein solches Ding. Eigentlich ein gute Verkaufsshow. Wer ein solchen Träger kaufen möchte, sollte erst ein solche Veranstaltung besuchen, mehr Modelle auf einem so kleinen Raum wirds kaum geben 🙂

Zuerst gings mit der Fähre nach Bingen. Ich wollte mal in Rheinland-Pfalz fahren, in Hessen bin ich ja oft genug. Von dort gings auf der B9 nach Koblenz. Soweit oben am Rhein war ich mit meinem Bike noch nicht.

Die ersten Kilometer auf der andern Seite (Hessen), kannte ich noch ganz gut, wir waren dort schon mit den Rädern als wir den Rheinsteig gefahren sind und so erkannte ich die Stelle sofort wieder und die Erinnerungen waren wach, an die Kletterei mit Bike, von Lorch hoch zur Ruine Nollig. NIE WIEDER, NIE, nicht mit dem Bike.

Die Straße führt immer wieder an schönen Dörfern und Städten vorbei oder durch. Alte Fachwerkhäuser und immer wieder Burgen, Burgen, Burgen, wohin man sieht, unglaublich. Als besonders schön empfand ich Bacharach, nicht umsonst so bekannt.

Vorbei an der Loreley,

Burg Rheinfels nach Boppard. Hier gibts auch das ein oder andere zu sehen, allerdings muss man hier schon ordentlich viele Touristen in Kauf nehmen und die schlechteste Metzger Bratwurst die ich je gegessen hab.

Zu voll, nix wie wieder raus. Kurz hinter Boppard habe ich einen Sessellift entdeckt, er lugte zwischen den Bäumen durch. Laut Internet soll sich ein Fahrt damit sehr lohnen, tolle Aussicht für alle ohne Höhenangst. Dort in der Nähe ist ein Klettersteig, aber nicht der Einzige ( Gruß an Chris 🙂 ). Gut, den würde ich auslassen, aber hoch würde ich trotzdem mal, wer weiß was sich dort oben noch alles ergibt.

Dann kam Spay. Der Blick war schon klasse, die Straße kerzengerade und der Blick viel sofort auf die Kirche und die Marksburg. Die war wohl auch mal ein Gefängnis.

Das Ziel vor Augen,

kam das schönste Schloss dieser Strecke, auch das einzige 🙂 . Ich hab noch nichts Vergleichbares gesehen, sooooo süüüüüßßßßßßßßß und ich wäre fast daran vorbei gefahren, man konnte es erst gar nicht sehen. Durch Zufall viel mein Blick nach oben und entdeckte dieses wundervolle Schlösschen, Schloss Stolzenfels.

In Koblenz angekommen, endet die offizielle Stecke auf dieser Seite. Eigentlich wäre ich auch gern zurück, wenigsten ein Stück, aber der Wind war heute schon arg. Von meiner Mitfahrerin habe ich eigentlich kaum was gesehen, außer einem Fleck in größerer Entfernung 🙂 Vielleicht sollte man Sturmwarnungen bis Windstärke 8 etwas ernster nehmen, ist auf dem Fahrrad nicht sooooo witzig, ein ordentlicher Trainingspartner 🙂 Ich würde jetzt einfach mal behaupten dass wenigsten die Hälfte der Strecke doppelt zählt. Für alle Radfahrer, ich konnte auf einer wirklich gut asphaltierten, ordentlichen Straße, immerhin eine Bundestaße, auf flacher Strecke gerade mal 15Km/h fahren, mit Mühe. Sagt alles, oder?

Ein Blick auf die Uhr und ich dachte, es ist wohl besser wir schauen uns noch ein wenig in Koblenz um und fahren mit dem Schiff oder Zug zurück. Schiff ging leider nicht aber ein Zug fährt dort jede Stunde.

So sind wir ans Deutsche Eck und von dort mit der Seilbahn über den Rhein, die nehmen Räder mit, auf die gegenüberliegende Festung Ehrenbreitstein.

Blick von der Festung auf das Deutsche Eck und Mosel

Ca. 80 Km, gefühlt 180 Km 🙂

Leider war das Wetter in Koblenz nicht gut, die hatten dort den ganzen Tag schon etwas Regen, wir hatten also wirklich Glück und meine Gedanken wegen des Winds und der Regenwolken waren wohl nicht so verkehrt. Bei besserem Wetter wären wir bestimmt auf die Idee gekommen uns dort noch mehr umzusehen, statt wirder zurück zu fahren. Aber das ist vielleicht mal eine Idee für Wandertage. Einfach Auto in Rüdesheim abgestellt und mit der Bahn die Strecke lang und dort aussteigen, wo es einem gefällt. Immer mit schöner Aussicht und ganz entspannt……

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.