Runde am Mainspitz Dreieck

Am Sonntag sollte es heiß werden, da wollte ich gern eine einfach Runde ohne viel Anstrengung machen, heißt, ohne Hm. Da ist mir eingefallen, dass wir mal ne Runde bis Flörsheim gedreht hatten und sie an der Flörsheimer Warte zu Ende war. Ich finde es schön dort oben, ein kleiner aber feiner Fleck inmitten von Wein mit toller Aussicht. Zudem wollte ich gern zur alten Opel Rennstrecke. Ich hatte mal einen Beitrag über „Lost Places“ gesehen, mit kleinem Film über die Rennen um 1920 rum, eben auf dieser Strecke.

Los gings in Rüsselsheim. Auto irgendwo abgestellt und los gings Richtung Flörsheim und hoch zur Flörsheimer Warte.

Oben angekommen sollte erstmal ne kleine Stärkung her, das Frühstück liegt schon 2 Stunden zurück. Handkäs bei 32 Grad? nein, also nahm ich mir ein würzige Knusperstange. Ich hätte das „würzig“ besser beachten sollen. Nach dem ersten Biss war mir klar, das geht nicht gut. Eine 0,75 Liter Flasche am Rad bei 32 Grad und dann noch eine „würzige“ Stange, nun…… jede Wasserstelle war mir!

Nach kurzer Pause gings auf der Regional Route weiter. Vorbei an irgendwelchen Dingen, die von gewissen Leuten als Kunst bezeichnet werden. Z.B., ein künstlicher Baum.

Warum man einen künstlichen Baum bauen muss, den man sofort als künstlich erkennt (erkennen soll), wird der Erbauer (Künstler!?!) wissen, ich nicht. Wenigsten sind diesen Routen aber gespickt mit solchen Dingen, das macht es mir leichter Radwege zu fahren, da meine Augen immer was sehen. Ob sie es sehen müssten? Die Frage bleibt offen.

Es ging weiter zum Mainspitz Dreieck. Mit kurzem Blick auf den Rhein gings über den Main nach Ginsheim an den Altrhein. Ein schönes Fleckchen Natur.

Eine Weile sind wir dort entlang, bis wir irgendwie kreuz und quer zur Rennstrecke kamen.

Irgendwie hat mich das Wetter schon müde gemacht und ich wäre gern einfach auf der Plattform eingeschlafen, hatte aber schon nach ca. 10 min Raster am Hintern die weh taten, also sind wir weiter, auch auf der Suche nach Wasser. War klar, nach der gewürzten Stange und über 30Grad, hatte ich bestimmt schon 4 Liter Wasser getrunken. Ich wusste wir kamen an einen See mit Restaurant, ich wusste aber nicht genau wie weit das noch war und ob wir dort was holen konnten, also nimmt man bei diesem Wetter alle Möglichkeiten war. An einer Kreuzung war ein Tankstelle, nix wie hin. Ich bin rein um den 5. Liter Wasser zu kaufen, dabei fragte ich das Mädel an der Kasse, ob ich nicht alle Tassen im Schrank habe, bei einem solchem Wetter auf dem Bike zu sitzen statt am See zu liegen. Sie war nett 🙂 sie bejahte nicht, grinste aber zustimmend. Insgesamt keine schöne Pause, einen Cappuchino in Höhe eines Auspuffs, naja, eigentlich wie in Italien.

Man soll kaum glauben dass man nach soviel Wasser überhaupt noch fahren kann. Nach ein paar Kilomtern, über sandige und staubtrockene Wege, die gefühlt die Sonne nochmal verstärkten, kamen wie an den See und klar, wir hätten und haben eine schöne Pause dort gemacht.

Hegbachsee

Wer Wasser und Bum Bum mag, ist dort gut aufghoben. Nach guter Erholung und einem Eis gings dann weiter, ein Stück durch den Stadtwald, zu welcher Stadt er auch gehören mag. Ich, bzw. mein Navi plante einen Weg durch, da war aber keiner, also sind wir ein ordentliches Stück dürch eine Wiese, in einen Wald, ohne Weg.

Nur mein Navi wusste dass hier ein Weg sein muss. Egal, außer dass der Himmel dunkel wurde, das machte mich etwas unruhig, aber, wir mussten durch und so sind wir an einen kleinen Bach, Schwarzbach, gekommen an dem ein wünderschöner aber sehr enger Trail entlang lief, gesäumt von Beerensträuchern die ordentlich Andenken an meinem Beinen hinterliesen. Blut, endlich Blut, das gehört doch an Mountainbiker Beine, oder? 😉

Hier mussten wir dann noch drüber und nein, das Bike und ich passten nicht nebeneinander und nach 5 Liter Wasser schon garnicht.

Der Stadtwald, egal wo, ist immer wieder schön. Egal wo ich bin, er sieht überall anders aus. Besonders die Stellen an denen es sehr sanding ist und viele Kiefern stehen, gefallen mir richtig gut. Ich bin froh, immer wieder dort neue Wege erkunden zu können. Aber klar, man muss Flieger mögen, wen die nerven, der darf dort nicht hin.

Leider waren wir heute nicht lang im Wald, aber auch das letzte Stück war toll, immer an der Bach, Horlache, lang.

Horlachgraben

Als wir wieder in Rüsselsheim ankamen, beschlossen wir uns Rüsselsheim ein wenig anzuschauen. Ich kannte es nicht, bin nur schon an den Opelwerken vorbei und die sind riiiieeeesssig. So leid es mir jetzt für diese Stadt tut, aber man muss nicht hin. Mit viel Mühe und Geduld haben wir eine Pizzeria gefunden und was gegessen. Viel passte aber noch nicht in meinen Magen, der war immernoch voll mit Wasser. Was schweres wollte ich nicht, als aß ich einen möchtegern Italienischen Salat. Der hatte mit Italien soviel zu tun wie ich, nein, noch weniger wie ich, ich war wenigsten schonmal dort, der Salat und keine seiner Zutaten, nicht.

Mit vollen Magen mussten wir zum Auto zurück 🙂 🙂 🙂 aber wo stand es? Durch die Satdterkundung zeigte mein Navi soviele rote Striche, dass der Standort nicht mehr zu erkennen war, ich hätte und werde es demnächst markieren, denn, obwohl es nicht mein Auto war, merkt sich die Besitzerin nicht wo es steht! Warum auch, was gehts die Besitzerin an wo ihr Auto steht!?!? Die andere blöde (ich) wird den Weg schon finden, hat sie (ich) aber nicht. So sind wir dann noch ein paar Km, völlig verwirrt durch Rüsselsheim, die ersten Tropfen vielen vom Himmel, nett. Doch tatsächlich, die Besitzerin des Wagens erinnerte sich an ein Tierheim in der Nähe des Parkplatzes und so fanden wir wirklich noch das Auto, gerade als es anfing mehr zur regnen.

Ende gut, alles gut.

Insgesamt ein schöne Tour, aber mit etwas Verbesserungspotential. Das Rumgegurke in der Nähe der Städte ist nicht wirklich schön, da gibt es bestimmt schönerer Wege.

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