Rheinsteig mit Mountainbike die 2.

Samstag, 1.8.2015

Über 1 Jahr ist nach der ersten Rheinsteigtour vergangen bis wir uns jetzt entschlossen die nächsten Etappen anzugehen. Also, ab nach Rüdesheim, von dort wollten wir los. Schön wenn man weiß dass es gleich ordentlich nach oben geht. Da ich aber sowieso immer warten muss, drehte ich auf dem Parkplatz weil ein paar Runden in der Hoffnung die Muskeln ein wenig auf Temperatur zu bekommen. Los gings, direkt 150Hm am Stück zur Abtei Hildegard, unser Einstieg in den Rheinsteig.

Abtei_hildegard

Von dort geht es über normale Wege, aber mit Aussicht, zum Niederwalddenkmal und von dort weiter nach Assmannshausen. Hier der Blick auf die „Nahe“

Nahe_Blick

Der Ort ist mir noch aus einer Wanderung im Winter bekannt und ich erinnerte mich, dass wir bei sehr kalten Temperaturen nass geschwitz waren als wir oben ankamen und auch dass es über Treppen nach oben ging. Nun gut, es hilft ja nix. Fahrrad in die rechte Hand und Treppen rauf. Wer konnte ahnen dass wir das noch öfter machen sollten 🙂

Erstmal ging es weiter auf normalen Wegen, immer abwechselnd durch Weinberge und Wald, alles gut und normal fahrbar bis aufeinmal dieser wunderbare Einstieg vor uns lag.

Teufelskadrich

Ein wenig vorsichtig bin ich durch dieses natürliche Tor, welch Glück, das wäre eine Vollbremsung geworden, obwohl ich glaube, die hätte nichts mehr gebracht 🙂

Vor uns lag die Teufelskadrich, ein wunderbares Stück Rheinsteig, aber heftig. Rechts am Stein waren Drahtseile angebracht an denen wir uns festhielten, links ist der Abgrund über dem wir das Bike trugen und der Weg selbst ging über große Steine, teilweise 1 Meter hoch bez. tief. OHAAAAAAAAAAAAAA….

Teufelsdarich_3

Teufelskadrich_2

 

Teufelskadrich_4

 

Zwischendrin konnte man mal ein paar Meter fahren,

Teufelskadrich_5

Teufelskadrich_6

meist nicht lang, dann wieder tragen, bestenfalls schieben. Ich denke, in die andere Richtung kann man ein paar Meter mehr fahren weil Bergab, aber komplett ist dieses Teilstück nicht fahrend zu bewältigen.

Weiter gings, wieder über normal Wege, aber mit toller Aussicht bis nach Lorch. Hier Burg Rheinstein und Burg Reichenstein:

Blick auf Burgen

Dort unten haben wir uns gestärkt und dabei genau unter der Ruine gesessen zur der wir jetzt rauf mussten. Man kann unten schon ahnen welche Steigungen auf einem warten. Wir haben aber nicht geahnt was auf uns wartet und auf eine solche Idee wäre wir auch nicht gekommen. Hätte ich das gewusst, hätte ich nach einem Umweg gesucht. Freiwillg würd ich sowas nicht machen. Ich kletter gern, wirklich gern, aber ohne Bike und die Strecke ist zu Fuß schon nicht ohne. Und wieder das Drahtseil auf der rechten Seite am Stein 🙂

Diesmal warteten aber Steigungen bis zu 70% !!!!!!!! auf uns, keine Stufen, glatte Steine, hohe Steine, teilweise mussten wir das Bike wieder Meter nach oben wuchten mit nur einer Hand! Geröll unter uns, neben uns, vor uns, Beerensträucher und Steigeisen!!! Teilweise musst ich so über mich lachen dass ich das Bike kaum halten konnte, so bekloppt muss man sein und sein Rad solche Steigungen rauf zu wuchten, irre, einfach nur irre und das haben ganz bestimmt die Wanderer die hinter uns kamen auch gedacht und ich möchte nicht wissen was noch aber sie hatten eindeutig recht, eindeutig! 🙂 🙂 🙂

von_Lorch

Halleluja, wirklich, das war heftig, wirklich heftig und ich kann jedem Biker nur raten diese Stück zu umfahren. Allerdings ist es Landschaftlich einfach toll, wer solche Steige mag ist hier richtig, aber zu Fuß!

von_Lorch_1

Dann gings erstmal wieder über normal Wege, wieder durch Weinberge und Wald. Als wir mitten im Wald waren, sah ich plötzlich so eine Art Waldkneipe oder Wirtschaft. Man wills gar nicht glauben, so mitten im Wald. Das sind (halbe) Aussteiger die über die Sommermonate dort leben. Man bekommt Würstchen, Steaks, leckeren Traubensaft und, als durchgewschitze Bikerin, ein Stück kalte Wassermelone zusammen mit dem Hinweis dass jetzt ne ordentliche Steigung kommt 🙂

Kurz danach verlässt man Hessen aber über einen tollen aber heftigen Trail, toll und fahrbar. Der Trailanteil in diesem Teilstück ist der bisher größte und so kam auch noch ein toller Trail bis fast nach Kaub. Allerdings auch nicht so ohne. Es ist überall sehr steinig, viel Geröll und links gehts gleich ordentlich runter. Aufmerksamkeit und Vorsicht ist mehr wie geboten. Aber alles einfach super toll und oft und immer wieder mit super tollen Aussichten gespickt.

Blick auf Kaub und Burg Pfalzgrafenstein:

Blick_auf_Kaub

Trail

 

Trail_nach_Kaub

Richtung_Kaub

 

Ab Kaub sind wir dann über die Straße nach Rüdesheim zurück, keiner wollte mehr Steigungen 🙂 allerdings war 4Km vor Rüdesheim plötzlich eine Umleitung für Radfahrer „….. diese Umleitung ist mit großen Steigungen verbunden und es wird empfohlen auf Schiff oder Bahn umzusteigen“. Ja nee, is klar….. die bauen jetzt aber auch schon lang, nerv, aber mir egal, Schiffe fuhren e nicht, wann ein Zug kam hab ich erst gar nicht geschaut, ab gings mit 40 Km/h auf der Straße nach Rüdesheim, trotz Verbot 🙂 wo ich die Kraft noch hergeholt hab weiß ich auch nicht.

Super tolle Tour, der Rheinsteig hats wirklich in sich. Für Einsteiger nicht geeignet, eine gewisse Kraft und Kondition ist erforderlich und wer für die Alpen üben möchte, ist hier gut aufgehoben.

Wir sind auf ca. 42.4 Km ca. 1400Hm gefahren.

Rheinsteig

 

 

Ein Gedanke zu „Rheinsteig mit Mountainbike die 2.

  • 13.1.2016 um 22:47
    Permalink

    Auch ich habe den Rheinsteig schon mit dem Fahrrad bewältigt und war stolz auf mich als ich den Teufelskadrich so locker gepackt habe. Die beiden Wanderinnen die mir entgegen kamen und mir Beifall zollten waren ganz erstaunt, daß mein Fahrrad nicht abgestürzt ist.
    Aber den Steig zur Ruine hoch den werd ich niemanden mit dem Fahrrad empfehlen. Zum Glück wollten 2 Wanderer ebenfalls hoch und der Mann war klatschnaß geschwitzt als er mir half mein Fahrrad da hinauf zu hieven. Ich wußte nicht, daß mein Fahrrad so schwer ist! Oh, Oh! Das tue ich mir nicht nochmal an!

    Antwort

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