Mainradweg

Meine Bekannte hatte sich einen Anhänger für die Anhängerkupplung gekauft und wollte sie gern mal ausprobieren, nicht mit meinem Rad, das lag im Kofferraum :-), also eine Tour rausgesucht die weiter weg war und da wir das Wochenende zuvor über niedrige Berge gefahren sind, sollte es eine flache Tour werden, sollte….. 😉

Dachte ich ( ein Fehler, aber das weiß man ja erst hinterher), fahren wir doch dem Mainradweg, der ist flach, tut nicht weh. Dazu später mehr 😉

Die Räder verstaut gings bis nach Obernburg zum Spilger, liegt ja direkt am Main. Gemütlich gings bis Klingenberg, da wollte ich natürlich auch auf die Clingenburg, die Berge reitzen ja doch ein wenig und sehen will ich ja auch das ein oder andere wenn ich schon dort bin. Da fing es aber schon an etwas merkwürdig zu werden, kapiert hab ich es aber noch nicht. Wir sind einen geteerten Weg zur Burg und aufeinmal sah ich das Zeichen des Mainradwegs, das blaue M, der Weg war allerdings echt heftig und vorallem ging er auch über Treppen?!?!? Ich kapier das immernoch nicht, wenn ich mir überlege mit welchen Rädern der Mainradweg gefahren wird und von wem alles?!?!?m-weg

Er hat mich natürlich gereitzt und da ich von unten nicht sehen konnte was kommt….

Auf der Burg angekommen, ging dieser Weg weiter und ich fragte mich wieder wie dieser von „normalen“ Rädern wie auch Radfahrern befahren werden kann. Ich wollte ja gern lang :-), so versuchten wir es, aber es war fast unmöglich. Sehr nass, sehr rutschig, schlammig und kaum befahrbar und da meine Mitfahrerin eher ängstlich ist und den ganzen Weg hätte schieben müssen, haben wir es natürlich gelassen.

Also wieder runter an den Main wo auch eine Radkarte war. Als ich mir die genauer betrachtete, merkte ich dass der Mainradweg gar nicht am Main verlief ?! sondern irgendwo im Geräusch, kapiert hab ich immer noch nix.

Weiter gings, gemütlich am Main entlang, mit Blick auf die Weinberge, am Kloster Engelberg vorbei. Wir überlegten kurz ob wir hoch sollten, da wir aber nicht wussten was uns erwartet, liesen wir es. Ich kam auf die Idee, heimwärts den Mainradweg zu fahren der uns durch die Weinberge und auch am Kloster vorbei führt, nicht ahnend was da auf uns zu kommen sollte…..

So fuhren wir dann erstmal weiter bis Miltenberg wo wir gemütlich in der Sonne erstmal Pause machten, natürlich bevor wir zur Burg rauf sind, naja…

miltenberg

Von der Burg hat man einen tollen Blick

Miltenberg Panorama

Auf der linken Seite, oben im Berg kann man das Kloster sehen, da dachte ich, wir fahren über die Brücke, irgendwo wird es eine Beschilderung geben. Nach einer Weile suchen sah man das blaue M und wir fuhren lang, aber wie das immer so ist, war es dann auch schon wieder weg und wir fuhren quer durch die Weinberge. Fragen kann man niemanden, alles Turisten 🙂

Nachdem wir das Rad irgendeinen Berg rufgeschoben haben (27% Steigung), quer durch die Weinberge, war dann doch mal ein Einheimischer. Er erklärte uns irgendeinen Weg um irgendeiner sehr langen Treppe aus dem Weg zu gehen…MAN KANN DORT KEINER TREPPE AUS DEM WEG GEHEN!

Auf diesem Stück des Mainradwegs wird der Leidensweg Christi nachgestellt, und wir haben gelitten…..

M

Das ist der Radweg! Ich habe mein Rad noch nie so oft geschoben.

( runter wäre dieser Weg absolut genial)

Zum Kloster war es nicht mehr soo weit, kleine Pause gemacht und weiter gings, immer noch auf dem Mainradweg, abwärts, auf einem wirklich anspruchsvollem Trail wo es wirklich von Vorteil wäre das Hinterrad umsetzen zu können. Ich kanns leider nicht und so waren die engen S-Kurven eine Herausfordung, aber eine schöne 🙂

abfahrt vom KlosterSo konnten wir uns Bergab ein wenig erholen, nicht genug für das was kam. Ich glaube, wir waren in Großheubach. Einmal durchs Dorf und auf der anderen Seite hoch, aber wie. Bis zu 18% Steigung und diese Steigung hatte kein Ende. Alles Mainradweg und als Beweis mal ein Foto mit „M“

m-weg2

Wo wir waren wussten wir schon lange nicht mehr. Irgendwann waren wir wieder in einem Dorf und hatten beide keine Lust mehr auf Steigung, und die lag schon wieder vor uns, die Wasserflaschen waren auch leer, kein Wunder.

Ich fragte eine Frau die ich in einem Garten sah nach einer Tankstelle zwecks Flaschen auffüllen, aber die gabs natürlich nicht. Sie war aber so nett, ich glaub, sie sah uns die Qualen an, und füllte unsere Flaschen auf. Ihr Mann riet uns unbedingt den Berg noch rauf zu fahren, wir würden belohnt. Er hatte sowas von Recht.  Da gings zum „Sonnenweg“ , auch Mainradweg, der durch die Weinberge bis nach Klingenberg führt, einfach klasse.

sonnenwegRausgekommen sind wir an der Clingenburg, da es leider schon wieder Abend war, sind wir runter an den Main und zurück nach Obernburg. Flach war die Tour nur zur Hälfte 🙂 aber trotz der Anstrengung wirklich klasse. Kapiert hab ich immer noch nicht wie ein Radweg und dazu noch so ein Prominenter, so aussieht, auf solchen Wegen lang führt und was der mit „Main“ zu tun hat weiß ich auch nicht. Vielleicht weil man hin und wieder auf den Main sehen kann?

 

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