Grube Messel

Am Sonntag wollten wir eine flache aber lange Runde drehen. Wir dachten dass uns die Runde mit den Höhenmetern doch in den Knochen stecken wird, aber nö, das tat sie nicht. Egal, Tour war geplant. Da der Wetterbericht Regen nördlich der Mittelgebirge voraussagte, plante ich Richtung Darmstadt. Die Richtung hab ich bisher vermieden da ich nichts fand wo sich das radeln lohnen könnte und mir das eigentlich auch zu viele Städte sind, aber dort war ich nocht nicht und flach ist es auch. Beim durchstöbern der Karte viel man dann die Grube Messel ins Auge und nach grober Planung stellte ich fest, das schaffen wir und neue Rekorde müssen auch her  🙂

Sonntag morgen um 10 Uhr gings los, durch den Keweler Wald, Slalom durch Joggermassen. Sowas hatte ich auch nocht nicht gesehen, eine Gruppe nach der nächsten. Haben alle was nachzuholen.

Erstmal ging es per kürzestem Weg zu den Dietesheimer Steinbrüchen und von da startete die eigentliche Tour. An den Seen vorbei Richtung Rodgau, dort kann man ein kleines Stück der Rodau folgen. Dieses Stück wurde ganz nett angelegt.

an der rodau

die rodauVon hier sind wir den „Rodgau Rundweg“ gefolgt der überwiegend durch Felder führt. Ich war überrascht wieviel es davon gab, auch Waldstücke kamen vor. Das traute ich Offenbach gar nicht zu 😉

DSC01549Auch gibt es viel Pferde und jede Menge Pferdewege, auffallend viel.

Weiter gings durch Felder und Wälder 🙂 bis zur Grube Messel.

grube messelDa kam was kommen musste, Hunger und Durst. Leider hatten sie dort ein Bistro und ich machte den gleichen Fehler wie Tags zuvor, ich aß. Nachdem ich im Bistro nur grooooße Schnitzelbrötchen und groooße Frikadellenbrötchen liegen sah, entschied ich mich 2 Wienerwürstchen mit Brötchen zu essen und dazu einen halben Liter Apfelsaftschorle. Ich könnt mich heut noch ohrfeigen! Hab ich gestern noch gesagt: „mach ich nie wieder!!!!“, hab ich heute den gleichen Fehler gemacht und noch schlimmer…maaaaannnnn. Den ganzen restlichen Tag haben diese blöden Dinger mit mir gesprochen, lagen dabei wie Stein in meinem Magen und wir mussten noch den größten Teil der Strecke fahren, toll……meiner Mitfahrerin scheint das alles nix auszumachen. Irgendwie mach ich mir Sorgen um ihr Verhältnis zu Fett. Sie meinte nur:“ die werden doch im Wasser gemacht und nicht im Fett“. Dass Schweinewürstchen jede Menge Fett von Haus aus haben…wen störts….Ich hab jetzt mal nachgeschaut, 24,4% Fett !

Wenn ich jetzt nicht daraus gelernt habe………

Nach einer Pause gings dann müde und mit Beton im Bauch weiter. Mein Navi wollte aber nicht das wir nach Hause fuhren! Es führte uns mitten ins Gebüsch und letztendlich vor ein verschlossenes Tor. Gut, wieder zurück und da ich auf meine Begleiterin hörte, zur Erinnerung, dass ist die ohne Orientierunsgsinn, kamen wir an einem völlig falschen Ort wieder raus. Allerdings haben wir, bzw. ich, ihr damit einen tollen Trail zu verdanken und das tat gut nach so einer Marathon Wald/Feld/Wiesenwege-Tour. Wo der ist weiß ich natürlich nicht. Nach dem Kreuz und Quer durch einen fremden Wald, ich nehme an der gehört zu Messel, hatte ich auch keine Orientierung mehr.

So fuhren wir einfach mal den Radweg nach Langen. Es war die richtige Richtung, wenn auch weit weg von der geplanten Tour. Nach einiger Zeit trafen wir aber wieder auf diese und folgten jetzt dem R8. Nachdem wir ne Weile wirklich langweiligen Waldweg überwunden hatten, kamen wir nach Dreieichenhain. Das erste was ich sah war ein geöffneter Bäcker 🙂 nix wie rein und einen Kaffee geholt, gleichzeitig die Wasserflasche gefüllt. Nach diesen dummen, dummen Würstchen hatte ich auch noch Brand, und wie! Wir schoben die Räder durchs Stadttor und waren beide postiv überrascht, hatte keiner von uns erwartet, kannte und wusste keiner von uns beiden. Ein Straße mit alten Fachwerkhäusern, schön angelegt, wirklich ein süßes Gässchen und am Ende kam die Burg an deren Ende wir uns setzten und ich meine Kaffe zu Ende trank.

burg dreieichenhain

Weiter gings auf dem R8 an der „Stangenpyramide“ vorbei. Wenn ich die Skyline von Frankfurt seh, gibts ne Vollbremsung. Die Pyramide ist so gebaut dass man den Messeturm durch den Gang sieht.

stabpyramide

Insgesamt hat man von dort einen tollen Blick auf die Skyline von Frankfurt.

Weiter gings auf dem R8, mit eingezogenem Kopf und immer rechts und links schauend durch einen Golfplatz. Schön finde ich immer die Warnhinweise: „Vorsicht, fliegende Golfbälle“. Beruhigend!

So fuhren wir an Gravenbruch und Neu Isenburg vorbei in den Frankfurter Stadtwald und drehten eine Runde um den „Kesselbruchweiher“.

Kesselbruchweiher

Es folgten noch ein paar Weiher die ich aber leider nicht mehr zu ordnen kann. Es müssten „Maunzenweiher“ und “ Buchrainweiher“ sein.

weiher

Dann gings durch Offenbach, Tempelsee und Biber wieder zurück zu den Dietesheimer Seen.

grüner see

Nach einer Umrundung, auf den richtigen Wegen, gings dann wieder nach Hause. Insgesamt waren das 119,73 Km und ca. 450Hm. Das mit der Erkenntnis, dass die Offenbacher Gegend gar nicht soooo schlecht ist, ganz besonders aber für Pferdeliebhaber. Ich freu mich aber auf die nächste Mountainbiketour 🙂

 

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