Frankfurter Stadtpark und Flughafen Umrundung

Der Flughafen hat schon eine starke Anziehung auf mich. Nicht nur dass ich starkes Fernweh hab, ich finde es auch toll wenn die Flieger so dicht über meinen Kopf  hinweg fliegen. Wenn es richtig große sind ist es nochmal so gut 🙂 Auf der Ostseite haben Sie eine Aussichtsplattform fast genau unter der Einflugschneiße, dort stehen auch immer jede Menge Plainspotter mit rießigen Teleobjektiven.

Auf dem Radfest letzte Woche, am alten Bonameser Flugplatz, ist mir eine Radkarte in die Hände gefallen, die eine Tour um den Flughafen zeigte, also setzte ich mich zuhause hin und plante eine ordentlich lange Tour durch den Stadtwald bis zum Flughafen mit Umrundung.

Los gings in Oberrad. Wir stellten unsere Auto gegenüber der Gerbermühle ab und fuhren geradaus durch Oberrad bis in den Wald Richtung Götheturm. Beim letzten mal als wir dort waren wurde er renoviert, diesmal war er auf und so hielt ich mich nicht, der Ausblick auf Frankfurt reizte zu sehr.

götheturm

196 Stufen bis zur Aussicht 🙂 aber für Frankfurtfans lohnt er.

Frankfurt1

Danach war das nächste kleine Ziel der „Tiroler Weiher“. (Der Name des Tiroler Weihers nimmt Bezug auf einen im 19. Jahrhundert an dieser Stelle befindlichen Schießstand der Bayerischen Armee (in Frankfurt damals umgangssprachlich als „Tiroler“ bezeichnet) des Deutschen Bundes. Truppenteile unterschiedlicher Herkunft waren nach dem Frankfurter Wachensturm am 3. April 1833 und anlässlich der Barrikadenkämpfe der Märzrevolution 1848 an verschiedenen Orten bei Frankfurt stationiert worden, um bei Unruhen gegen die Bürger der Stadt eingesetzt zu werden).

tiroler weiher

Trollige Figuren wachen über den Seetiroler

Weiter gings an der Commerzbank-Arena vorbei durch die “ Steinichte Wellen“ bei Schwanheim…

augen

…bis zur Unterschweinstiege wo uns schon die ersten starteten Flieger empfingen. Das musste aber noch warten, die Tour ging erst Richtung Kelsterbach, vorbei an der „Göthebuche“ und an einem tollem, alten Wasserwerk, Hinkelstein (1894 wurde es in Betrieb genommen) bis zum Mainufer.

wasserwerk

Ein Stück am Main entlang bis es endlich Richtung Flughafen ging 🙂 Mein Navi war allerdings nicht mehr zu gebrauchen. Wie wild drehte der Pfeil wohin er wollte und, laut Navi, fuhr ich teilweise Rückwärts. Der Weg war aber leicht, immer am Zaun lang. Am Ende dieser Start und Landebahn kommen die Flieger extrem tief rein. Kurz hinter dem Zaun beginnt nämlich gleich die Landebahn und so kann man in die Öffnung sehen aus der die Räder kommen. Der Lärm ist Ohrenbetäubend, ein Dauergrinsen in meinem Gesicht, einfach Genial. Ein paar Kilometer weiter haben sie noch eine Aussichtsplattform gebaut und da die Flieger an diesem Tag von der anderen Richtung kamen, stand dort alles voll Plainspottern. Das muss man sich angesehen haben. Wenn ein Flieger kommt, springen sie auf mit den rießen Objektiven, teilweise auf  Hocker 🙂

Da wir nochmal an den Flughafen kamen, hielten wir uns dort nicht so lang auf und fuhren weiter Richtung Mönchbruch. Den fanden wir auch noch, ging gerade aus über eine Allee bis zum Schloß.

mönchbruch

Zurück war schon schwieriger. Einige Wege sind jetzt gesperrt wegen des Naturschutzes und mit einem Navi das spinnt….naja….so konnten wir die Gegend ein wenig besser kennen lenern 😉 wirklich schön dort.

Zurück zum Flughafen, den Fliegern entgegen, kamen wir an der Startbahn West vorbei. Dieses Drama hab ich noch gut in Erinnerung.

startbahn west

 

Die Weiterfahrt war dann wieder etwas schwieriger, Baustelle, denen ist es ja wurst wir man mit dem Rad weiterkommt. Wir habens gefunden, das Fliegerdenkmal und die Aussichtsplattform. Allerdings hatte ich Kaffedurst und nach ein paar Minuten sind wir dann weiter zum Kaffee mit Brezel 🙂

Langsam und ohne Sonne wurde es etwas kühl und meine Sachen lagen im Auto, da lagen sie gut. Meine Begleitung war voll ausgestattet und gab mir netterweise Armlinge. Mir wurde es schnell wieder warm, die Armlinge lassen sich aber einfach nach unten streifen. Schon eine praktische Sache

Etwas gestärkt gings dann durch Zeppelinheim Richtung Langener Waldsee. Ein wirklich großer, schöner See. Seen bietet der Frankfurter Stadtwald allerdings einige und wirklich schöne, wenn auch nicht zum Baden, Der nächste den wir anfuhren war der „Gehspitzweiher“. Ein Naturschutzgebiet mit hohem Artenreichtum, u.a. 98 verschiedene Vogelarten. Mehr Infos: http://www.nabu-neu-isenburg.de/nsggehspitz.html

weiher

 

Den zu umrunden ist wirklich schön, toller Waldboden, schöner Weg.

Dann gings zum Jakobiweiher. Sofern dieFlieger wie heute von der anderen Seite reinkommen, ein schönes Erholungsgebiet.

jakobiweiher

Weiter gings zum „Försterwiesenweiher“, wo wir einen Vogel sahen den wir beide nicht kannten, und zum „Kessebruchweiher“.

 

weiher2

 

vogel

 

Der „Mauzenweiher“ und der „Buchrainweiher“ kamen im Anschluss.

mauzenweiher

 

Genug Seen und genug Kilometer, HUNGER! Geplant war noch auf die Freßgass zu gehen, da ist ja gerade Fest und wer schon dort war weiß, da gibbet es lecker essen 🙂 Nix wie hin. Vorher am Auto vorbei, Jacke anziehen. Wir überlegten ob wir mit dem Rad oder Auto reinfahren sollten, allerdings glaubte ich nicht dass wir mit dem Auto viel gewinnen, also fuhren wir die paar Kilometer nocht mit dem Rad, was wir besser nicht getan hätten. Nein, nicht wegen der Menschenmassen, sondern wegen meiner Mitfahrerin die nie auf mich hört. Als sie ihr Rad kaufte sagte ich schon sie soll andere Reifen drauf machen lassen, NÖÖÖÖ, warum auch, sie hat ja nen Trottel der mit nem Platten umgehen kann. Mittlerweile hatte sie mit diesen Reifen schon ein paar Platten, nen neuen, guten Reifen immer noch nicht. Also sagte ich ihr, sie soll wenigsten das wechseln des Schlauches lernen, NÖÖÖÖ, warum?????? es gibt ja Werkstätten. Ja, ich bleib dran wenn sie mitten Im Wald den ADAC anruft um nach Pannenhilfe wegen eines kaputten Radschlauches fragt. Also, was war, sie hatte einen Platten und wer machte sich die Finger schwarz, halb verhungert? sie nicht! Ein netter junger Mann kam noch vorbei, der half auch noch. Die einzige von uns dreien die saubere Finger hatte… na, wer wohl?!?!?!

Danach hatte ich wirklich Hunger. Erst gabs ne Portion Asia und dann noch eine Falafel, satt. Zum Abschluss noch ein Cappuccino den ich vor der Alten Oper sitzend und in Ruhe trank bevor es dann wieder Richtung Heimat ging.

Insgesamt knapp 102 Km. Mein Navi zeigt ca. 1700Hm 🙂 das vergessen wir mal. Der Flughafen hat ihm nicht gutgetan und ich hoffe, es erholt sich wieder.

 

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