Ein Tag zum vergessen

Endlich sollte es mit dem Regen aufhören, die Temperaturen im idealen Bereich und das auch noch Sonntags, perfekt! Die Vorfreude auf eine schöne Tour war groß, meine Erkältung fast weg und mein Bike fährt auch 🙂

Ich hatte mal einfach ein paar Radwege am Rhein zur Tour zusammengefasst, und eine Tour am Rhein bietet sich bei einem solchem Wetter wirklich an. Da in Gernsheim Fest war, entschieden wir uns die paar Km weiter zu fahren um im Anschluss das Fest zu besuchen und natürlich, was zu essen.

Aber es gibt Tage die sollte es besser einfach nicht geben, dieser gehörte dazu.

Es fing damit an, dass die Fahrerin des Wagens der uns mir samt Rädern nach Gernsheim befördern sollte, lieber mit dem Auto auf der Autobahn fuhr als bei Sonne, blauem Himmel, 27 Grad, auf dem Bike am Rhein entlang.

Irgendwann, als wir schon kurz vor Heidelberg waren, dachte ich, ich schau lieber mal auf mein Navi, da kann ja was nicht stimmen, Gott sei Dank!!!!!!!!!!!!

Sie meinte, es gibt auf jeden Fall eine Ausfahrt die Gernsheim heißt, sie war da schon ,das ist so, die kennt sie! Jaaaaaaaaaaa…kann sein….aber auf einer anderen Autobahn, nämlich auf der Autobahn auf der wir NICHT waren!!! Also fuhr sie einfach immer weiter, immer weiter zu dieser „gedachten“ Ausfahrt.

Nein, nein….. sie hat ein Navi, es liegt ungefähr in Nähe des Zigarettenanzünders, aus natürlich. Weil !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! sie kennt den Weg!!!!!!!!!!!!!! diese blöde, blöde Technik braucht sie nicht!!!!!! Der Autoatlas, ja die gibts noch, liegt zu irgendwo rum, da muss sie ja auch nicht mehr reinschauen, sie kennt ja den Weg (……. ja ne, is klar……)  und sie fährt und fährt und fährt………….  Ich hätte ruhig sein sollen, wo wären wir gelandet? Wir waren auf der A5, die geht Richtung Süden……………………….

Noch Fragen?

Das darf man sich jetzt genau so vorstellen wie man es in Comics immer sieht. Der Dampf, dunkelschwarzer, kam aus allen Öffnungen und mit großem Druck.

Irgendwann kamen wir in Gernsheim an, irgendwo, is aber auch egal, Hauptsache einen Parkplatz. Also parkt sie in Buxtehude, was, und das war mir eigentlich klar, abends zu einem Problem wird, aber dazu später.

Meine Nerven waren e kaputt, war mir in dem Moment auch egal und mein Navi führt uns schon zur richtigen Strecke ( Ich beherrsche diese blöde Technik und nutze sie auch und, ist ja seltsam, ohne Verfahren?!?!? Hmmmm….???)

Dann gings endlich los, mit Verspätung, ordentlicher Verspätung, weswegen ich mich auch dagegen entschied eine Runde durchs Ried zu fahren, weswegen ich eigentlich auf dieser Rheinseite geplant habe. Ärgerlich, sehr ärgerlich, aber passte zu meiner Stimmung.

Leider kann man nicht einfach Touren die auf beiden Rheinseiten verlaufen, abkürzen, man muss ja irgendwie rüber. Sonst hätte ich das Ried anderen Orten vorgezogen. Naja………

So fuhren wir in einer öden, öden Gegend duch die Lande, ohne irgendwelche Highlights, aber auch so gar keine. 2 oder 3 kleine Streckenabschnitte waren „nett“, so wie dieser See an dem wir eine kleine Pause machten.

Das einzig interessante hatte ich in Groß Gerau gesehen, ein altes Rathaus.

Dann gings nach langweiligen, ich weiß gar nicht mehr, 50 oder 60Km über den Rhein nach Oppenheim. Ich wusste, das sollte man sich ansehen, also sind wir in die Innenstadt. Die erste Eisdiele war mir, Zucker würde bestimmt meine Laune weiter bessern, etwas hatte sich der Zorn ja gelegt, aber nein, nicht dieser Zucker und schon gar nicht heute. Ich behaupte, das war das schlechteste Eis das ich je gegessen habe. Ich hatte Karamell und Pistazie, davon war nichts zu schmecken, eigentlich war nichts zu schmecken. Ich hatte eine verirrte Erdnuss und etwas Bananengeschmack, das wars. Gegessen haben wir das im Lärm von Rap, ich glaube, das nennen ein paar Leute Musik, und einem über die Straße brüllendem Mann.

Dann sind wir weiter zur Katharinenkirche.

Die ist Sehenswert und auch der Weg zum Turm rauf, 196 Stufen, lohnt. Ein toller Blick.

Aber irgendwie hab ich es mit Gebeinen, irgendwie seltsam vor sowas zu stehen.

20.000 Stück.

Dann sind wir weiter zur Ruine und noch ein Stück höher, in die Weinberge. ich wollte gern bei einem solchen Ausblick eine kleine Pause machen und was kam? :“ denkst du an die Fähre? ich weiß nicht wie die gehen!“ man, maaaaaaaaaaaaaaaaan der Dampf war wieder zu spüren. Gut, Pause beendet.

Weiter gings wieder zum Rhein und klar, der Weg nach Gernsheim zurück war gesperrt. Ich fragte ein Frau die von dort kam, sie schaute schnell nach, und ja, Deicharbeiten…klar…was und wann sonst. Nach dem sie aber meinte, den Mutigen gehört die Welt (sie muss im Zweifel aber auch keine 20Km zurück), sind wir einfach los, mal schauen wie weit wir kommen, wir haben ja Mtbs.

Es lohnte aber.

Der Weg am Rhein ist schon toll und mal auf dem Damm zu fahren hat ja was, vorallem mit dem Blick, man sieht oft den Odenwald, aber auch das Ried, durch das ich eigentlich wollte.

Einen kleinen Umweg mussten wir machen, aber wirklich nur kurz, dann kamen wir auch schon an die Fähre, die natürlich bis spät Abends fährt, bis 21.30Uhr und deswegen konnte ich meine Pause nicht in Ruhe machen, in Mitten der Weinberge, mit tollem Ausblick!

Auf der Fähre kam dann der Satz:“ ich bin der Meinung, wir sollten schnell was zu essen suchen und gleich ans Auto zurück! BOOOOOOAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA

Erst dachte ich, schmeiß sie einfach über Board, dann dachte ich, hier wird sie zu schnell gerettet, dann viel mir Gottelau (der ein oder andere wirds kennen) ein, durch das wir Mittags gefahren sind. Den Rest der Gedanken behalte ich für mich!!!!!!!!!!!!!!!!

Aber klar, es war ja schon sooooo spät (18.45Uhr) und soooo kalt (25 Grad, immernoch) und es wird ja auch soooo schnell dunkel (22.00Uhr) und wir haben ja kein Licht (wir parken ja in Buxtehude) und so kam es, dass ich an einem der größete Volksfeste in Südhessen VORBEI LIEF!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! An dem Fest, wegen dem wir bis nach Gernsheim gefahren sind!!!!!!!

Mordgedanken sind hier zu gering……………………

Der Dampf kam wieder dunkelschwarz aus allen Löchern und das wurde auch nicht besser als sie mich dann fragte, ob wir nochmal zu McDo wollen…boooooarrr… ich kanns keinem sagen, ist das irre oder ist das irre!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! (mir kam wieder Goddelau in den Sinn) Dieses Fest war wirklich groß, wirklich wirklich groß und ich soll zu McDo!?!?!?!?!?!?!? Ich wollte nur noch nach Hause, ganz schnell, bevor wirklich noch passiert was ich irgendwann bereuen würde………..oder auch nicht!

Es waren knapp 80 Km, langweilige( ich meine die Strecke) 80Km, nichts Nennenswertes dabei außer Oppenheim. Wer dort in der Nähe ist, kann sich die Zeit ohne Bedenken nehmen und sich das Städtchen samt Kirche und Ruine anschauen.

Morgen werde ich auf Trails Spaß haben, das steht fest!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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