Durch die lange Rhön

Nach einem Temperatursturz von ca. 20 Grad war wieder an eine normale Tour zu denken. Ich suchte ein paar Touren raus, u.a auch eine, ich trau mich kaum, E-Bike-Tour (schäm) aber sie reitzte mich weil sie durch ein Gebiet ging was ich noch nicht wirklich kenne und auch erst einmal zum biken dort war, die Rhön, die Bayrische und ein Stück Thüringische Rhön. Ich würde es auch eher als Radwandern bezeichnen.

Los gings ab Frankenheim, das liegt von uns aus am günstigsten, Höhe 786 Meter und nochmal 5 Grad kälter als bei uns 🙂 weshalb ich tätsächlich wiedermal eine lange Radhose und ein langarm Radtrikot an hatte, was war das komisch.

Nach einem kurzen runter auf 665 Meter mussten wieder rauf auf 815 Meter und ich merkte bei dem Aufstieg die dünnere Luft. So tief wie ich musste konnte ich nicht einatmen. Irgendwie merkt man das doch als Flachländer und nach dem Wetter der letzten Wochen waren meine Lungen wohl nix mehr gewohnt, die hatten bestimmt nen Sauerstoff-Schock 🙂

Und schon waren wir am schwarzen Moor. Wir konnten unsere Räder in Boxen einschließen, klasse Sache, und sind eine kurze Runde im Moor gelaufen. So richtig viel Wasser ist da aber auch nicht mehr.

schwarzes moor

Danach haben wir uns nochmal den Geiersberg angesehen wo noch eine Wachturm und Zaunreste der ehemaligen Grenze zu sehen sind. Auf dem Weg dahin knatterte ein Trabbi in Tarnfarbe mit 3 Puppen in Uniform an uns vorbei. Man, die Dinger gehören aus dem Verkehr gezogen so wie die stinken, aber sah witzig aus, aus dem Westen betrachtet fällt es schwer so was ernst zu nehmen aber so sah das wohl aus als sie damals dort Patrouille gefahren sind.

trabbi

Auch von hier gibts ne tolle Aussicht. In der linken Hälfte ist die Wasserkuppe, in der rechten die Milseburg.

Blick_wasserkuppe_milseburg

Dann gings weiter auf der Rhöner Panoramastraße, der Hochrhönstraße in Richtung Thüringer Hütte. Tolle Aussicht, einfach super toll, egal von wo.

An der Hütte haben wir uns erstmal etwas gestärkt wohl wissend dass wir den Anstieg noch vor uns haben. Denn alles was wir jetzt runter fahren…..nun…von 840 Meter Höhe auf 312 Meter runter, an einem Stück  🙂 , müssen wir wieder rauf.

14 Km am Stück Abfahrt, WOW, ich hatte das erstemal 63,5 Km/h auf dem Tacho.

Unten angekommen, zog ich mich erstmal aus 🙂 die Sonne brannte, was ich am nächsten Tag auch im Gesicht sah 🙂 Die Höhe macht wirklich was aus. Den ersten Sonnenbrand in diesem Jahr bekam ich auf der Wasserkuppe.

Runter gings bis Nordheim, ein „Sehenswerter Ort“ 😉

Sehenswerter Ort

Ab hier gings dann wieder Bergauf, moderat mit 5-7% Steigung und ca. 470 hm am Stück, aber konstant über 14 Km. Dort oben sind wir zur Schwedenschanze.  Es lohnt, diesen Abstecher zu machen, tolle Fernsicht in das Streutal und auf die Lange Rhön. Vom“Heimatblick“ aus kann man weit in das Thüringer Land(s.u.) blicken.

heimatblick

Dann gings, leider, wieder Richtung Frankenheim.

bulle

In den Alpen ist man sowas ja gewohnt 🙂 Irgendwo ist er wohl ausgebüchst.

Lockere Tour, 50Km und 1100 Hm und eine super tolle Aussicht in einer ebenso super tollen Gegend. Die Rhön hat was andere nicht haben. Schade dass der Weg dorthin so weit ist 🙁

Weder Spessart, Odenwald noch Taunus können mithalten was das Panorama angeht. Aber auch die Höhe reizt, etliche Kilometer sind wir auf ca. 800 Meter Höhe gefahren. Aber die nächste Tour dort, gibt wieder eine MTB-Tour, das ist mir zu viel Asphalt, aber toll wars trotzdem. Der Rhön verzeih ich auch solche Wege.

Der Vogelsberg kann sich hiermal ein Beispiel nehmen. Überall, egal wie klein der Ort ist, gibt es Gasthöfe, ganz zu schweigen von den vielen Hütten… naja….

Also. liebe Rhön, bis hoffentlich ganz bald 🙂

unsere Tour

 

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