Die Nahe

Um mein neues Bike mal richtig auszuprobieren, ein Twentyniner, fand ich eine flache Tour passend und an der Nahe war ich noch nicht. Die Mündung hatte ich bei unserer ersten Rheinsteigtour gesehen und dachte, da könnt ich auch mal lang.

Samstagmorgen Bike ins Auto und los gings direkt nach Bingen. Einen Parkplatz fanden wir recht schnell und auch nur 2 Min. von der Nahe entfernt. Allerdings muss man da erstmal verkehrt rum denken da der Stadtplan auf dem Kopf stand, morgens nicht ganz so einfach 😉 Ich vermute, dass es dem, der das aufhing, genauso ging.

Einmal quer über die Straße war sie auch schon, auf los gings los.

So schnell wie wir an der Nahe waren, waren wir auch schon wieder weg, ganz so nah ist man der Nahe nicht 😉

Der erste Teil geht nicht direkt an der Nahe entlang und ist bis Bad Kreuznach recht langweilig, das Stück gilts zu überbrücken. Leider ist auch das drumherum nicht besonders und wenn meine Augen auf solchen Wegen keine Ablenkung finden, ohje.

Recht schnell waren wir in Bad Kreuznach. Die Stadt selbst, nun ja, aber vielleicht hab ich auch einiges übersehen. Der Park aber ist toll, schön groß, schön grün und eingerahmt von bewaldeten „Bergen“, oder vielleicht doch besser Hügel :-). Viele und vorallem große Salinen zwischen denen im hintern Teil des Parkes Sportanlagen sind. Find ich gut, so atmen die Sportler gesunde Luft, durchdacht. Ich bin auch seeehr langsam vorbei geradelt und hab tiiiiief eingeatmet, Salz lag in der Luft.

Saline

Ab Bad Kreuznach ist die Gegend auch wirklich schön, ein wenig wie in den Bergen, rechts und links gehts hoch, alles grün.

Schnell waren wir in Bad Münster am Stein. Der Radweg führt an der Nahe lang direkt zum Stein (und einer Eisdiele).

Bad_Münster_am_stein

Dort gibts eine Fähre mit der man übersetzten kann um zum Rheingrafenstein hinauf zu kommen.

Stein

Wie gern hätte ich das ausprobiert 🙂 aber mit dem Gedanken war ich allein und so musste ich diesen Wunsch leider verwerfen. Ich hörte nur:“ da kann man nicht rauf fahren“, warum nicht? es gab Karten für Nordic Walker und wenn die da rauf können, kann das mein Bike auch. Gut, ob ich es auch könnte weiß ich jetzt ja nicht 🙂

Weiter gings an der Nahe.

Nahe

Sieht wirklich toll aus.

Dann gings aus dem Grün etwas heraus hinein in die Weingegend. Da verlief ein Stück der Strecke hinauf durch die Weinberge.

Weinberge

Ich hatte mich etwas gewundert, der Radweg war eigentlich gut befahren, nicht übervoll, aber befahren, da oben war kaum einer?!?! Aber ein paar Holländer!!! für die ist das wohl wir für uns ne Alpenüberquerung 🙂

Alle anderen wussten was, was wir nicht wussten, man konnte unten irgendwo durch einen Tunnel fahren 🙂 🙂 aber gut, das wäre doch langweilig, oder? Es ist schön durch die Weinberge zu fahren. Ein Stück weiter und wieder unten kamen wir auch am Niederthäler Hof vorbei. Von da gehts durch Felder weiter, nichts besonders mehr, aber trotzdem schön. Dann kamen wir irgendwann in Bad Sobernheim an. Ist wohl bekannt für seinen Barfußpfad der auch wirklich gut besucht war. Den hätt ich auch laufen wollen, eine willkommene Abwechslung zum Rad fahren und bei der Hitze wenigsten teilweise eine Wohltat 🙂

Beide hatten wir genug Sonne, meine Arme verbrannt (ich hatte aus Verzweiflung schon meine langarm Trikot drüber gezogen, bei der Hitze), meine Knie genauso, entschlossen wir uns nach einer Stärkung mit dem Zug zurück zu fahren, uns Bingen nochmal etwas genauer anzuschauen, da war ich noch nicht, und dort auch was leckeres zu essen. Dazu musste aber das Hindernis Bahn überwunden werden 🙂 Jetzt sag ich das auch schon:“ früher….“ 🙂 Da steht man vor so einem dusseligem Automat der nicht sprechen kann und der einem nicht sagt was man wissen muss, z.B. auf welchem Gleis der Zug fährt und wo man umsteigen muss. Wir hatten Glück, ein Zugfahrer kam und half, mit ner App, mit was auch sonst, ohne die ist wohl nichts möglich. Wie schön war das, als man an den Schalter ging und einfach eine Karte kaufen konnte, später konnte man im Zuge noch eine kaufen, geht alles nicht mehr und so muss man heute sich im Internet vorher schon alle nötigen Infos gesucht haben, ich weiß sonst nicht wo man landet aber ganz bestimmt nicht da wo man möchte. Wie man allerdings spontan und ohne Smartphone mit der Bahn fahren soll, bleibt mir verborgen. BLÖDE BAHN!

Wir haben es geschafft und sind in Bingen wieder angekommen. Wieder aufs Bike und einfach mal quer durch Bingen, immer den Kirchtürmern nach. Leider haben alle zu, wegen Diebstahl geschlossen und dabei hätte ich mir gern die St. Rupertus Kirche angeschaut, die sieht von außen schon mächtig aus: St. Rupertus Kirche

St.Rupertus

Auch die nächste Kirche hatte zu und so wollte ich dann wenigsten noch auf die Burg (Burg Klopp) auch wenn nicht so viel zu sehen ist, von oben hat mein einen schönen Blick auf den Rhein, zur einen auf den Mäuseturm, zur anderen Seite das Niederwalddenkmal und die Abtei St. Hildegard welche ich noch in toller Erinnerung hab von der letztjährigen Rheinsteigtour, das war unser Einstieg…seufz…

Burg_klopp

Auf der Burg, nach studieren der Essenskarte und überlegen ob man uns bedient, so wie wir aussahen und rochen, haben wir uns entschlossen hier zu essen 🙂 Das Essen schmeckt mit so einer Aussicht doppelt so gut und die Küche dort ist allein schon gut, einen solchen Teller hab ich nicht oft vor mir stehen….lecker….

Abendessen

Und wieder ein Stück schönes Deutschland kennengelernt. Wie lang die Tour war, weiß ich nicht genau, hab vergessen mein Tacho umzustellen, hatte also die Daten vom 26iger 🙂

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