Basalttour

„Tourenbeschreibung
Die Basalt-Tour führt rund 51 km inmitten des Vogelsberges durch eine Landschaft, die geprägt ist durch ein Mittelgebirge, das mit seinen Basalten und Basalttuffen das größte zusammenhängende Vulkangebiet des europäischen Festlandes ist. Daher rührt auch der Name der Tour, da immer wieder Zeugen der vulkanischen Vergangenheit auftauchen.“
Nun…..es wird daran liegen dass ich kein Geologe bin, aber ich habe keine Zeugen gesehen.

Eingestiegen sind wir in Herbstein. Von dort gings zum Vulkanradweg, auf dem wir ein paar Kilometer geblieben sind, bis Lauterbach

Pinkelpause auf dem Vulkanradweg 🙂

Auf diesem Stück konnte auch ich Basalt erkennen, aber nur auf diesem Stück.
Vorbei an Schloss Eisenbach.


Natürlich haben wir einen Abstecher dorthin gemacht. Es ist ein recht großer Komplex der dort noch erhalten ist und auch recht gut. Besichtigen kann man es nicht, es ist in Privatbesitz, aber ein Restaurant gibt es. Wer dort in er Nähe ist, sollte einen Abstecher machen.

Dann kam auch schon Lauterbach. Ein Bummel lohnt, ist wirklich eine nette Altstadt und groß genug, es gibt Nahrung! Bitte alle Reserven auffüllen!!! das kann ich gar nicht genug betonen, das ist im Vogelsberg wichtiger als sonst irgendwo, gerade auch bei einem solchem Wetter.

Ab hier wurde es recht öde, sehr öde…. extrem öde. Man fährt duch Geisterstädte. Sowas kenne ich von hier nicht. Ich komme auch vom Dorf, aber selbst bei uns gibt es einen Laden, die haben nichts, nichts, wirklich nichts! Häuser stehen dort, Bewohner hab ich keine gesehen und das ist nicht übertrieben, Wir sind über die Hauptstraße gefahren, keiner, kein Auto, kein Mensch, kein Hund, keine Katze, NICHTS! Durch 10 Ortschaften sind wir gefahren, ich habe extra gezählt, wenn ich insgesamt 10 Menschen gesehen habe, waren es viele. Das ist unglaublich.

Ich stand mitten auf der Hauptstraße und konnte in absoluter Ruhe ein Bild machen.

  🙂 was hätte ich mich so gern hineingelegt, vor lauter Langeweile war ich soooo müde…… Aber, es müssen Menschen hier leben……

Vor lauter Verzweiflung kein Wasser zu bekommen, kann man sich kaum auf die Tour konzentrieren. Allein für den Vogelsberg werde ich mir noch eine Trinkblase anschaffen, mit mindesten 20 Liter! Es hift nichts, man muss irgendwen ansprechen und um Wasser bitten, aber wen?

Man darf gespannt sein, wie lange sich diese Ortschaften noch halten, sie müssen entweder nach Alsfeld oder nach Lauterbach zum einkaufen, beides ca. 10 Km entfernt. 1 Bäcker und 1 Metzger habe ich gesehen, natürlich zu, Samstagmittag. Sonst nichts, auch keine Tankstelle, nichts, einfach nichts.

Irgendwann kamen wir wieder in den Wald, da gehts mir gleich besser. Allerdings ging der Blick immer wieder zur Trinkflasche, davon füllte sie sich leider nicht, sonst wäre sie schon übergelaufen. Irgendwann las ich auf einem Schild „Schwalmquelle“.

Die Freude war groß…..aber nicht lang….. Also man, Frankfurt bekommt das Wasser aus dem Vogelsberg und wir? Die Quelle war eine beschilderte Pfütze, so Verzweifelt war ich noch nicht. Also gings mit leerer Flasche weiter durch den rießigen Windpark. Man ist der groß, eine irgendwie unwirkliche Landschaft mit vielen, vielen Windrädern die auch nicht leise sind. Also davon haben sie wirklich genug, wo das Auge hin sieht, Windräder.

So sah es auch rechts und links daneben aus. Klar, Wind haben sie genug. Wasser eigentlich auch, das geben sie uns nur nicht.

In der nächsten Ortschaft angekommen, saßen doch wirklich Menschen draußen, unglaublich. Meine Mitfahrerin ist hin und hat sich die Flasche füllen lassen. Das hat für uns beide gelangt, wir hatten nur noch ein paar Kilometer nach Herbstein. Dort gibt es auch wieder was, ist groß genug. Das erste was mir ins Auge viel, eine Eisdiele 🙂 Nusseis und Cappuccino 🙂 danach gings mir wieder gut.

Mit ein paar Abstechern sind wir knapp 61 Km gefahren mit 786 Hm. Allerdings sind wir andersrum gefahren, also im Uhrzeigersinn. Angegeben ist diese Tour gegen den Uhrzeiger, was auch für alle die nicht ganz so fit sind, besser ist.

Es ist schon ne Weile her dass ich im Vogelsberg war, vom Hoherodskopf abgesehen, daher hatte ich wohl völlig verdrengt das man dort einfach nichts bekommt. Jetzt gerade würde ich behaupten, ich fahre NIE WIEDER dorthin 🙂 mal sehen………… schön ist es ja und es tut gerade bei einem solchem Wetter gut dort hoch zu fahren. Als wir ankamen und die Autotür öffneten, kam eine kühle, frische und gut duftende Luft ins Auto, herrlich.

Ich war froh dass in Büdingen Mittelaltermarkt war zu dem wir im Anschluss wollten, meine Speicher wollten (mussten) ganz dringen, wirklich dringend, gefüllt werden. Allerdings wollte er mit guten Dingen gefüllt werden. Da kam mir die Kuh, die meinte sie müsste mir einen löslichen Kaffee für richtigen andrehen, gerade recht. Nach einem kurzem „Gespräch“ nahm sie ihre Drullerbrühe und ich mein Geld wieder zurück. Ist das zu fassen, das fehlt nach so einem Tag noch. Aber die Hanftasche war lecker. Leider gibt es auch hier jede Menge von der Sau, auch im Mittelalter kamen sie wohl nicht ohne Bratwurst aus 😉

Büdingen hat ja wirklich eine schöne Altstadt, aber ich überlege immer was mich hier stört oder besser, was mir fehlt. Jetzt ist mir das richtig aufgefallen, die Blumen. Es kann so einfach sein. Sie hätten eigentlich genug Platz, aber leider hat wohl keiner Lust dazu und so wirkt die Altstadt irgendwie….Leblos, es fehlt Flair, irgendwie wirkt es kühl, schade.

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